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Schutzpatron

Der Schutzpatron der Pfarre St.Lukas ist der Evangelist Lukas.
Der heilige Lukas

(Evangelist)
gest. um 86 n. Chr.

Gedenktag des hl. Lukas ist der 18.Oktober.

Die ganze Christenheit vereinigt sich am18.Oktober zur festlichen Feier des Andenkens an den hl. Lukas, um ihm den Tribut ihrer ehrfurchtsvollen Huldigung und ihres w├Ąrmsten Dankes f├╝r seine unsch├Ątzbaren Werke darzubringen. Er stammte von heidnischen Eltern zu Antiochia, der Hauptstadt von Syrien und des ganzen r├Âmischen Asiens, geno├č eine sorgf├Ąltige Ausbildung in den Wissenschaften und widmete sich dem ├Ąrztlichen Berufe. Nebenbei liebte er die Kunst der Malerei und wusste mit gro├čem Geschick den Pinsel zu f├╝hren.

Als in Jerusalem die blutige Verfolgung der Christen begann und der hochherzige Diakon Stephanus sein glorreiches Zeugnis f├╝r den gekreuzigten Erl├Âser durch den Martyrtod besiegelte, zerstreuten sich viele J├╝nger ├╝ber Syrien hin. "Es waren aber unter ihnen einige M├Ąnner aus Cypern und Cyrene, welche in Antiochta auch zu den Griechen (Heiden) redeten und den Herrn Jesum verk├╝ndeten. Und die Hand des Herrn war mit ihnen, eine gro├če Anzahl bekehrte sich zu dem Herrn. Die Nachricht hievon kam zu der Kirche in Jerusalem, und sie sandte den Barnabas bis gen Antiochia... Dieser reiste nach Tarsus, den Saulus zu suchen, und f├╝hrte ihn nach Antiochia. Sie hielten sich daselbst in der Kirchengemeinde ein ganzes Jahr auf und lehrten eine gro├če Menge, so da├č zu Antiochia die J├╝nger zuerst Christen genannt wurden." (Apg. 11, 20...)

In diese Zeit - um 43 n. Chr. - f├Ąllt die Bekehrung des hl. Lukas, der in der Folge dem Apostel Paulus mit innigster Hingebung und Verehrung anhing. Gewi├č ist, da├č er im Jahre 53 n. Chr. den V├Âlkerlehrer auf seiner zweiten Missionsreise von Troas nach Philippi in Macedonien begleitete, dort mit Timotheus zu weiterer Belehrung und Kr├Ąftigung der jungen Christen einige Zeit zur├╝ckblieb und dann sich wieder zu Paulus anschlo├č, um nicht mehr von seiner Seite zu weichen: er leistete ihm die treueste Hilfe auf seinen apostolischen Wanderungen, bei allen Arbeiten und M├╝hen, in den Gefahren und Leiden: er verlie├č ihn nicht w├Ąhrend der zweij├Ąhrigen Gefangenschaft zu C├Ąfarea, noch w├Ąhrend der zweimaligen Gefangenschaft in Rom.

Allein den innigsten Dank und unsterblichen Ruhm in der Kirche hat sich der hl. Lukas verdient durch seine Schriften: das dritte der Evangelien und die Apostelgeschichte. Beide B├╝cher - wahrscheinlich um das Jahr 62 und 63 n. Chr. in Rom geschrieben - hat er einem Freunde, Theophilus, gewidmet. Die Absicht, welche ihn dabei leitete, bekennt er mit den Worten: "Weil Viele unternommen haben, die Erz├Ąhlung der Dinge, die unter uns erf├╝llt worden sind, (das Leben und Wirken Jesu und die Schicksale seiner Kirche) so zu verfassen, wie uns Jene ├╝berliefert haben, die vom Anfange an Augenzeugen und Diener des Wortes waren (aber manches Unrichtige, Mi├čverstandene ... aufnahmen und Wichtiges auslie├čen - wenn auch ohne B├Âswilligkeit) so habe auch ich f├╝r gut befunden, der ich ├╝ber Alles vom Anfange an genaue Kundschaft eingeholt, es dir der Ordnung nach aufzuschreiben, bester Theophilus, damit du die Wahrheit desjenigen genau einsehest, wovon du unterrichtet worden bist." (Luk. 1,1-4)

Abgesehen von dem besondern Beistande (Inspiration) des heiligen Geistes, war Lukas durch seinen gro├čen Eifer, durch seine wissenschaftliche Bildung und durch seine langj├Ąhrige Begleitung des hl. Paulus vorz├╝glich bef├Ąhigt, die treueste Geschichte Jesu und seiner Kirche zu schreiben; denn auf seinen vielen Reisen traf er mit den meisten Aposteln und J├╝ngern des Herrn zusammen; die Jugendgeschichte Jesu die er allein erz├Ąhlt, vernahm er - h├Âchst wahrscheinlich - aus dem Munde der g├Âttlichen Mutter Maria selbst; die Thaten, K├Ąmpfe und Siege des hl. Paulus geschahen unter seinen Augen und theilweise unter seiner eigenen Mitwirkung.

Nach dem Martyrtode des hl. Paulus wirkte Lukas noch eine Reihe von Jahren fort zur Verherrlichung Jesu Christi und im Dienste der heiligen Kirche. Er soll das Evangelium gepredigt haben in Italien, Gallien, Dalmatien, Macedonien und sogar in Aegypten. Einstimmig berichtet die ├ťberlieferung, da├č er ein Alter von mehr als achtzig Jahren erreicht habe, und die hh. Bisch├Âfe Gregor von Nazianz und Paulinus erz├Ąhlen, da├č er zu Patras in Achaia gemartert worden sei. Er war niemals verheiratet und wird als Patron der ├ärzte und der Maler verehrt. Der ├ťberlieferung zufolge hat er das Portrait der allerseligsten Jungfrau Maria, mit der er pers├Ânlich verkehrt hatte gemalt.

Dieses Bild kam sp├Ąter in den Besitz der hl. Kaiserin Pulcheria und durch sie nach Rom wo es jetzt noch in der Hauptkirche "Maria die Gr├Â├čere" (siehe 5. August.) hoch verehrt wird. Papst Gregor der Gro├če (siehe 12. M├Ąrz.) lie├č dieses Bild zur Zeit, als die Pest in Rom w├╝thete, in feierlicher Procession durch die Stra├čen der Stadt tragen, und sogleich verschwand diese Zuchtruthe des g├Âttlichen Zornes.

Dargestellt wird der hl. Lukas nebst Buch und Feder mit dem Opfertier (Off., 4, 7.), weil sein Evangelium mit dem hochbegnadigten Opfer des Zacharias beginnt; im weitern Verlaufe erz├Ąhlt er vorzugsweise die Wunder der g├Âttlichen Gnade z. B. die Heiligung und Geburt Johannes des T├Ąufers, die Auferweckung des J├╝nglings zu Naim, das Gleichni├č vom barmherzigen Samaritan, vom verlornen Sohn, vom betenden Z├Âllner...

Von der Glaubw├╝rdigkeit der heiligen Evangelien

Die sehr wichtige Thatsache, da├č schon bald nach der Himmelfahrt Jesu, noch unter den Augen seiner ersten Apostel und J├╝nger mangelhafte, irrth├╝mliche und gef├Ąlschte Berichte ├╝ber sein Leben und Wirken, Lehren und Leiden in Umlauf kamen und den hl. Lukas veranla├čten Alles von Anfang an der Ordnung nach wahrheitsgetreu aufzuschreiben, dr├Ąngt zur Frage: "Wie steht es aber mit der Glaubw├╝rdigkeit der Evangelien des Matth├Ąus, Markus, Lukas und Johannes; hat nicht blos der katholische Glaube sondern auch die blo├če Vernunft gen├╝gende Beweise daf├╝r?" Die Antwort ist eine bejahende, denn:

1. Die Verfasser der vier Evangelien konnten und wollten die Wahrheit sagen. Sie konnten die Wahrheit wissen, weil zwei von ihnen selbst Apostel, die andern zwei vielj├Ąhrige Sch├╝ler und Begleiter der Apostelf├╝rsten Petrus und Paulus waren. Da├č sie die Wahrheit sagen wollten, daf├╝r b├╝rgt:

a) Der Edelmuth und die Heiligkeit ihres ganzen Lebens und Charakters. Sie werden verachtet und verfolgt wegen der Lehre ihres Meisters, aber niemals einer Unsittlichkeit, eines Betruges, einer Hinterlist beschuldigt.

b) Die Art und Weise ihrer Erz├Ąhlung. Welche Einfalt und N├╝chternheit, welch' ruhiges Ma├čhalten und welche Aufrichtigkeit! Sie erz├Ąhlen Erstaunliches - Todtenerweckungen - und erstaunen nicht; ihre eigenen S├╝nden und Thorheiten und - entschuldigen sich nicht; die Anklagen, L├Ąsterungen, Verh├Âhnungen gegen ihren Meister und - vertheidigen Ihn nicht. Nur die scrupul├Âseste Wahrhaftigkeit kann so berichten.

c) Ihr Muth. Sie verfa├čten diesen Bericht unter den Augen der Juden, denen das Leben und die Thaten Jesu verha├čt waren, denen jede Unrichtigkeit oder L├╝ge ein willkommener Anla├č gewesen w├Ąre, wider die verw├╝nschten Christen in's Feld zu ziehen.

d) Die Aussicht auf die Folgen. Sie wu├čten aus eigener und fremder Erfahrung, da├č ihnen das Schreiben dieser Geschichte keinen Gewinn sondern viele Unannehmlichkeiten von Seiten ihrer Feinde, Leiden, Gefahren ja den Tod bringen werde. Wer m├Âchte l├╝gen, um seine L├╝ge mit dem Tode b├╝├čen zu k├Ânnen?

2. Die Verfasser der vier Evangelien mu├čten die Wahrheit sagen; sie w├Ąren gar nicht im Stande gewesen, den Inhalt derselben zu erdichten, denn:

a) Sie schildern die Person Jesus Christus in solcher Gr├Â├če und Erhabenheit des Geistes und Herzens, in solcher Vollkommenheit in allen religi├Âsen, sittlichen und gesellschafltichen Tugenden, da├č vor ihnen und nach ihnen bis heute kein Gelehrter ein solches Ideal von einem vollkommenen Manne zu zeichnen im Stande war. Die Evangelisten mu├čten also Zeugen des ganzen Lebens und Wirkens Jesu in den nach Zeit, Ort und Umst├Ąnden verschiedenen Verh├Ąltnissen gewesen sein und konnten nur das berichten, was sie selbst an Ihm gesehen und von Ihm geh├Ârt hatten, weil f├╝r ihre Bildung und ihren Charakter eine derartige Erfindung unm├Âglich gewesen w├Ąre.
b) Sie erz├Ąhlen aus dem Munde Jesu Glaubenswahrheiten und Sittenlehren so ganz neu, so gro├čartig, so die Vernunft befriedigend und zugleich wieder so einfach und so geeignet, um die Menschheit aus der Tiefe ihres Elends zur vollkommenen Gl├╝ckseligkeit zu erheben, da├č die Philosophen-Schulen aller Jahrtausende nicht von ferne ein ├Ąhnliches System von Lehren und Gesetzen zusammengebracht haben. Die Evangelisten konnten also unm├Âglich ihren Bericht erfinden, sie mu├čten wahrheitsgetreu das berichten, was sie aus dem Munde des Gottmenschen Jesus Christus geh├Ârt hatten.

3. Die Feinde des Christenthums von Anfang an, obschon es ihnen an Talent und Willen, an Flei├č und Th├Ątigkeit niemals gebrach, waren doch nie so gl├╝cklich, die Verfasser der Evangelien einer L├╝ge, eines Betruges, oder auch nur eines Irrthums zu ├╝berf├╝hren. So oft sie schadenfroh ausposaunten, jetzt h├Ątten sie ihre Absicht erreicht; jedesmal zeigte es sich bald, da├č sie wieder im Irrthum waren.

4. Endlich ist es ganz gewi├č, da├č eine L├╝ge, ein Betrug, eine Schlechtigkeit niemals die Grundursache einer nach allen L├Ąndern hin und unter allen V├Âlkern verbreiteten Wahrheit, Tugend und Heiligkeit sein kann. Durch die christliche Religion aber, welche sich ganz auf die in den Evangelien erz├Ąhlten Lehren und Thaten Jesu Christi st├╝tzt, wurde ├╝berall, wo sie Aufnahme fand, Bildung des Geistes, Reinheit der Sitten, Tugendhaftigkeit des Lebens erzielt: folglich ist es undenkbar, da├č die Verfasser der Evangelien Falsches, Erdichtetes, Irriges berichtet haben. - Lies darum nur flei├čig die heiligen Evangelien, sie sind ein unersch├Âpflicher Schatz g├Âttlicher Wahrheiten und Gnaden.
Auszug aus dem Buch: Leben der Heiligen aus dem Jahre 1880.
Der Stier - Symbol des Evangelisten Lukas

Der Stier geh├Ârt in vielen Kulturen zu den geheiligten Tieren. Er steht symbolisch f├╝r Fruchtbarkeit und St├Ąrke, genauso wie f├╝r unb├Ąndigende Wut und rohe Gewalt. Schon im Alten Testament galt ein junger Stier als edelstes Opfertier. Das junge Christentum entwickelte, auch unter dem Opfergedanken, unterschiedliche symbolische Bez├╝ge.
In der christlichen Kunst wird der Stier zum Begleiter und Symbol des Evangelisten Lukas. Der Stier ist hier eine der Gestalten des Viererwesens, das der Prophet Ezechiel und der Seher Johannes in vision├Ąrer Schau den Thron Gottes umstehen sahen. Die von den Kirchenv├Ątern Hieronymus und Gregor dem Grossen vorgenommene ├ťbertragung des Viererwesens auf die Evangelisten will in der Viergestaltigkeit der geschauten Tiere die Einheit der vier Evangelien dargestellt sehen.

Die wohl fr├╝heste Darstellung des Evangelisten Lukas, mit dem Stier als Begleiter in einer Landschaft sitzend, findet sich auf den Mosaiken in San Vitale in Ravenna (vor 547). Hieronymus, der die Anf├Ąnge der Evangelien mit den Symbolgestalten in Beziehung setzt, verbindet das Evangelium des Lukas mit dem Stier, weil es mit dem Opferdienst des Priesters Zacharias beginnt.
Aber auch die vier zentralen Heilsereignisse des Neuen Bundes - Menschwerdung Gottes, Opfertod, Auferstehung und Himmelfahrt - werden mit den Tiersymbolen verbunden. Hier steht der Stier als Hinweis auf den Opfertod Jesu Christi am Kreuz.

Im Taufunterricht des fr├╝hen Christentums wurden die Taufbewerber
am Beispiel des Stiersymbols angeleitet, sich selbst zum Opfer zu bringen,
die L├╝ste der Welt zu ├╝berwinden und das eigene Kreuz auf sich zu nehmen.

Nach Johannes Sell

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